Sonderveranstaltungen

Dienstag, 17. September 2019, 10:50 - 13:00 Uhr 
Eurogress Aachen, Konferenzraum K1 (OG)

Die Digitalisierung wandelt die Arbeitswelt.  4.0 betrifft auch für die Chemie. Aber wer sind die Driver? Was sind die potenziellen Chancen und Risiken, die eine flexiblere, digitale und wissensbasierte Arbeitswelt verspricht? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, dass eine wertschöpfende Hebelwirkung einsetzt? Was sind die Folgen? Diese Fragen und viele mehr stehen im Fokus dieses Symposiums und werden aus verschiedenen Blickwinkeln diskutiert.

Wie sich Arbeitsformen und -verhältnisse im digitalen Zeitalter nicht nur in technischen Abläufen, sondern gesellschaftlich ändern, erläutert Verena Nitsch, Institutsdirektorin des Instituts für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen University.

Welche Veränderungen und Herausforderungen in der Chemie anstehen und was unternommen werden muss, um die Beschäftigten in diesem Transformationsprozess mitzunehmen und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen, wird Thema sein bei Andreas Ogrinz, Geschäftsführer Bildung, Innovation, Nachhaltigkeit des Bundesarbeitgeberverbands Chemie e.V. (BAVC).

Aus dem BMBF, Referat Zukunft von Arbeit und Wertschöpfung; Innovationsförderung; Industrie 4.0, trägt Henning Krassen vor, welche Schwerpunkte in der Forschungsförderung zur „Zukunft der Arbeit“ gesetzt werden und wie sie dazu beitragen, den Herausforderungen des Digitalen Wandels zu begegnen.

Dass 4.0 auch praktisch in der Arbeitswelt angekommen ist, demonstrieren aus Sicht der Industrie Iris Escher, Head of Quality Unit, Bayer Pharmaceuticals, SC Bergkamen, und aus Sicht der akademischen Forschung Markus Antonietti, Direktor des Max-Planck-Institutes für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Potsdam.

Die Veranstaltung ist für alle Interessenten kostenlos – auch ohne Tagungsticket – zugänglich.

Montag, 16. September 2019, 10:00 - 12:00 Uhr 
Eurogress Aachen, Konferenzraum K1 (OG)

Schülerinnen und Schüler der Oberstufe mit Grund- oder Leistungskurs Chemie

Der ChemSlam richtet sich an Oberstufenschülerinnen und -schüler von Grund- und Leistungskursen aller Art, natürlich auch Chemie. Denn die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) möchte mit dem ChemSlam demonstrieren, wie verständlich und spannend – vielleicht sogar witzig – Chemie sein kann.

Beim ChemSlam, einem Science Slam mit dem Fokus auf Chemie, präsentieren Wissenschaftler oder Chemiestudierende auf einfache und unterhaltsame Weise Themen aus der Chemie. Sie haben dafür nur wenig Zeit (zehn Minuten pro Thema). Trotzdem sollten Schüler die Materie verstehen können. Das Publikum nimmt aktiv am Geschehen teil, indem es die einzelnen Vorträge bewertet und schließlich einen Sieger bestimmt. Bewertet werden neben dem wissenschaftlichen Inhalt natürlich auch die Verständlichkeit und der Unterhaltungswert des Vortrags.

Martin R. Lichtenthaler gewann den letzten ChemSlam in Berlin (Foto: Christian Augustin, Hamburg)

Dienstag, 17. September 2019, 14:10 - 15:30 Uhr
Eurogress Aachen, Konferenzraum K7

Eine Veranstaltung mit Unterstützung des JungChemikerForums

Innovation ist nicht alleine die Idee für ein neues Produkt, sondern die erfolgreiche kommerzielle Einführung von Erfindungen in neue Märkte. Dafür bedarf es klarer Produktentwicklungsprozesse, deren Qualität durch entsprechende Rahmenbedingungen und Management-Systeme gesichert wird.

Im Workshop erhalten daher die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Beispiel eines digitalen Labor-Produktes (Smart Consumables) einen praxisorientierten Einblick in die Bereiche Produktentwicklung und Qualitätssicherung in einem chemisch-pharmazeutischen Unternehmen.

Im Rahmen von Case Studies/simulierten Auditsituationen sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, welche Bedeutung Audits in der Wirtschaft einnehmen, wie sich diese auf den potentiellen späteren Beruf auswirken, wie man mit Auditoren umgeht, aber auch wie man selbst gezielt Fragen stellt, um mögliche Schwachstellen im Produkt oder dem Produktentwicklungsprozess zu identifizieren.

Agenda:

-           Einführung in den Workshop & Vorstellung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

-           Einführung Produktentwicklung am Beispiel der Smart Consumables (SC)

-           Einführung Qualitätssicherung und Durchführung von Audits

-           Vorbereitung Audit für SC

-           Durchführung Audit für SC

-           Nachbereitung Audit für SC

-           Vorstellung der Ergebnisse der Gruppen

-           Abschlussdiskussion

Leitung:

Dr. Barbara Pohl
(Fachwissenschaftliche Leitung des Fachprogramms „geprüfter Qualitätsexperte“ GxP und GxP Plus der GDCh und Mitglied des Expertengremiums für Chemikaliensicherheit der GDCh und GT (Gesellschaft für Toxikologie))

Dr. Christian-H. Küchenthal, MBA
(Verantwortlicher für das digitale Geschäft „Smart Consumables“ bei Merck, Mitglied des Kernteams der Vereinigung für Chemie und Wirtschaft der GDCh, Lehrbeauftragter für Innovationsmanagement an der Justus-Liebig-Universität Gießen)

Anmeldung:

Bei Christian Küchenthal unter christian.kuechenthal@merckgroup.com bis 01. September 2019. Spätere Anmeldungen können ggf. auf die Warteliste gesetzt werden.

Montag, 16. September 2019, 10:50 - 17:30 Uhr 
Eurogress Aachen, Konferenzraum K7

Intensiv-Gründerworkshop für ChemikerInnen

Im Intensiv-Gründerworkshop für ChemikerInnen möchten wir interessierten Teams, die ernsthaft an der Umsetzung eines Projektes oder der konkreten Ausarbeitung des eigenen Geschäftsmodells arbeiten möchten, unternehmerisches Denken und Handeln näher bringen und die Tools an die Hand geben, die es braucht, um aus einer Idee ein Business zu entwickeln. Hier werden alle Grundlagen vermittelt, die es für eine Unternehmensgründung benötigt. Insbesondere werden die Teilnehmer mit den wichtigsten “State-of-the-Art-Tools”: Design Thinking, Systems Thinking und Business Model Canvas vertraut gemacht und anhand von Beispielen und den Ideen aus dem Plenum die Anwendung der Modelle vermittelt. Unter Zuhilfenahme geeigneter Methoden sollen die Projekte so weiter entwickelt werden, dass die Teilnehmer alternative Geschäftsmodelle und Realisierungspläne für einen zielgerichteten Zugang zu den Märkten in den Händen halten.

Des weiteren geben wir einen Überblick über praxisnahe Tools und Kreativitätstechniken zur Ideengenerierung/Verwertung von Forschungsergebnissen, Erstellung eines Businessplans sowie der Finanzierung von Projekten.

Der Workshop bietet eine Mischung aus theoretischem Input und kreativer Praxis- und Gruppenarbeit, in der unternehmerisches Denken und Handeln gefördert werden und die Projekte der Teilnehmer auf den Prüfstand gestellt werden.

Inhalte:

  • Vorstellungsrunde
  • Pitch/Darstellung des Produktes und des Innovationsgrades (inklusive Abgrenzung zum Stand der Technik)
  • Design Thinking (Theorie und Hands-on-Teamübung)
  • Value Proposition Canvas & Blue Ocean Strategie (Theorie und Hands-on-Teamübung)
  • Gemeinsame Weiterentwicklung der Ideen/Konzepte mit dem Business Model Canvas (Theorie und Hands-on Teamübung)
  • Unternehmensplanung
  • Projektplanung Next Steps
  • Gemeinsame Reflexion und Ausblick
Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter https://www.gdch.de/veranstaltungen/sonderveranstaltungen/intensiv-gruenderworkshop-fuer-chemikerinnen.html.

Mittwoch, 18. September 2019, 9:00-16:00 Uhr
Eurogress Aachen, Konferenzraum K7 (OG)

Wissen über chemische Zusammenhänge zielgruppengerecht darzustellen, ist heute stark gefragt. Bei der GDCh-Zeitschrift "Chemie in unserer Zeit" (ChiuZ) gehört die verständliche Aufbereitung komplexer Sachverhalte zum Selbstverständnis der Zeitschrift. Im Workshop "ChiuZ-Storylab" gibt Dr. Uta Bilow, Autorin der ChiuZ, ihr Wissen weiter. Zielgruppe sind Studierende und Chemiker aller Couleur.

Inhalte:

  • Regeln für gutes Schreiben
  • Storytelling: Die Kunst, einer Geschichte den roten Faden zu geben
  • Praxistest: Arbeiten an eigenen Texten
  • Einblicke in den Alltag von Wissenschaftsjournalisten

Anmeldung erforderlich (Schutzgebühr 15€). Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.

Montag, 16. September 2019, 10:50 - 12:50 Uhr
Eurogress Aachen, Raum K8/K9

Oliver  Koepler, Leibniz- Informationszentrum für Technik und Naturwissenschaften TIB, organisiert mit dem Fachkonsortium Chemie für Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI4Chem) die Session „Forschungsdaten und  digitaler  Wandel”. In der Session werden die Bund-Länder-finanzierte Förderinitiative Nationale Forschungsdateninfrastruktur NFDI und NFDI-Konsortien aus der Chemie mit ihren Themenschwerpunkten vorgestellt.
Die Session eröffnet Doris Wedlich, KIT und Mitglied des Rates für Informations-infrastrukturen RfII, der ab 2016 die maßgeblichen Diskussionsimpulse für die NFDI gegeben hat. In weiteren Vorträgen geht es um Erfolgsfaktoren eines nachhaltigen Forschungsdatenmanagements. Was bedeuten die „FAIR Data Principles“, nach denen Forschungsdaten „Findable, Accessible, Interoperable, and Reusable“ sein sollen? Wie können Prozesse von der Datenerhebung über die Analyse bis zur Publikation digitalisiert und vernetzt werden? Welche Rolle können elektronische Laborjournale dabei spielen? Warum ist eine nachhaltige Beschreibung eigener Daten und die Verwendung offener Datenaustauschformate wichtig? Welche Rolle spielen Daten-Publikationen in Daten-Repositorien zukünftig für die wissenschaftliche Reputation? Wie können Data-Manager, Data-Stewards oder Data Scientists den Forschungsprozess unterstützen? Die Session endet mit einer Diskussionsrunde mit den Vortragenden. 

Vortragende:

Prof. Doris Wedlich, Mitglied des Rates für Informationsinfrastrukturen (RfII), Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Forschungsdatenmanagement: Sichtweisen und Empfehlungen des Rats für Informationsinfrastrukturen (RfII)

Dr. Oliver Koepler, Sprecher NFDI4Chem, Technische Informationsbibliothek (TIB)
NFDI4Chem – Forschungsdatenmanagement und digitaler Wandel in der Chemie

Dr. Elizabeth Rüthlein, Institut für Polymerchemie, SFB 1333, Universität Stuttgart
Konzepte zum Forschungsdatenmanagement im Sonderforschungsbereich SFB 1333

Dr. Patrick Hodapp, Institut für Organische Chemie, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Arbeitsalltag in einem chemischen Labor mit ELN und Repositorium: Arbeitserleichterung oder Zusatzaufwand?

Dr. Daniel Marquard, Institut für Technische Chemie, Leibniz Universität Hannover
smartLAB: Vision einer digitalen Laborumgebung